Das Nervensystem steuert nahezu alle Funktionen unseres Körpers – von Bewegung und Gleichgewicht über Gedächtnis und Sprache bis hin zu Wahrnehmung und Empfinden. Treten Beschwerden wie Schwindel, Taubheitsgefühle, Kopfschmerzen oder Gedächtnisprobleme auf, können neurologische Ursachen dahinterstecken.

In der Neurologie der Marienklinik nehmen wir uns Zeit für eine sorgfältige Abklärung Ihrer Beschwerden. Mithilfe moderner Diagnostik und einer individuellen Beratung suchen wir gemeinsam nach der Ursache und entwickeln die passende Behandlung.

Wann ist eine neurologische Untersuchung sinnvoll?

Eine neurologische Abklärung kann unter anderem sinnvoll sein bei:

  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Taubheitsgefühlen oder Kribbeln in Händen und Füßen
  • Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
  • Zittern oder Bewegungsstörungen
  • Muskelschwäche
  • Polyneuropathien
  • Schlafstörungen
  • Epilepsie
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson
  • Folgen eines Schlaganfalls

Gut zu wissen

Neurologische Beschwerden entwickeln sich oft schleichend und sind nicht immer Ausdruck einer schweren Erkrankung. Eine frühzeitige Abklärung hilft, die Ursache zu erkennen und gegebenenfalls rechtzeitig zu behandeln.

Unsere Schwerpunkte

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

Schwindel gehört zu den häufigsten Gründen für eine neurologische Untersuchung. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein – von gutartigen Störungen des Gleichgewichtsorgans bis hin zu neurologischen Erkrankungen.

Eine sorgfältige Diagnostik hilft dabei, die Ursache einzugrenzen und die geeignete Behandlung einzuleiten.

Gedächtnisstörungen und Demenzabklärung

Vergesslichkeit gehört bis zu einem gewissen Grad zum Älterwerden dazu. Nehmen Gedächtnisprobleme jedoch zu oder beeinträchtigen sie den Alltag, kann eine neurologische Abklärung sinnvoll sein.

Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht oft eine gezielte Behandlung und hilft, die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Kopfschmerzen und Migräne

Nicht jeder Kopfschmerz ist harmlos und nicht jede Migräne verläuft gleich. Ziel der neurologischen Untersuchung ist es, die Ursache der Beschwerden zu erkennen und eine individuell passende Behandlung zu finden.

Karpaltunnelsyndrom und Nervenengpasssyndrome

Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen in den Händen können auf ein Karpaltunnelsyndrom hinweisen. Mit einer Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (ENG) lässt sich feststellen, ob und wie stark der Nerv eingeengt ist.

Nicht jedes Karpaltunnelsyndrom muss sofort operiert werden. Die neurologische Diagnostik hilft dabei zu entscheiden, ob zunächst eine konservative Behandlung möglich ist oder ob eine operative Versorgung sinnvoll ist. Bei Bedarf arbeiten wir eng mit unseren Spezialisten für Handchirurgie zusammen.

Polyneuropathien

Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Brennen in den Füßen oder Händen können auf eine Schädigung peripherer Nerven hinweisen.

Eine frühzeitige neurologische Untersuchung hilft, die Ursache zu finden und geeignete Behandlungsmöglichkeiten einzuleiten.

Parkinson und Bewegungsstörungen

Zittern, Bewegungsverlangsamung oder Unsicherheiten beim Gehen können erste Hinweise auf eine neurologische Erkrankung sein.

Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine gezielte Therapie und kann die Lebensqualität deutlich verbessern.

Unsere diagnostischen Leistungen

Je nach Beschwerden kommen unterschiedliche Untersuchungen zum Einsatz.

Wir bieten unter anderem:

  • neurologische Fachuntersuchung
  • Elektroneurographie (ENG)
  • Elektromyographie (EMG)
  • Abklärung von Schwindel
  • Gedächtnisdiagnostik
  • Diagnostik peripherer Nervenerkrankungen

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Viele neurologische Beschwerden überschneiden sich mit anderen Fachgebieten.

Deshalb arbeiten wir bei Bedarf eng zusammen mit:

  • Handchirurgie (Karpaltunnelsyndrom)
  • Radiologie (MRT und CT)
  • Orthopädie
  • Innere Medizin
  • Endokrinologie
  • Physiotherapie

So können Diagnostik und Behandlung optimal aufeinander abgestimmt werden.

Häufige Fragen

Wann sollte ich wegen Schwindel zum Neurologen?

Wenn Schwindel wiederholt auftritt, länger anhält oder mit weiteren Beschwerden wie Gangunsicherheit, Sehstörungen oder Taubheitsgefühlen verbunden ist, sollte die Ursache neurologisch abgeklärt werden.

Muss ein Karpaltunnelsyndrom immer operiert werden?

Nein. Je nach Ausprägung kommen zunächst konservative Maßnahmen infrage. Eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit hilft bei der Entscheidung über die geeignete Behandlung.

Was untersucht ein Neurologe?

Neurologen befassen sich mit Erkrankungen des Gehirns, Rückenmarks, der Nerven und der Muskulatur. Ziel ist es, die Ursache neurologischer Beschwerden zu erkennen und individuell zu behandeln.