AAA

Marienklinik
Claudia-de-Medici-Str. 2
I-39100 Bozen
Tel: +39 0471 31 06 00
Fax: +39 0471 31 09 99
info@marienklinik.it

Sekretariat
Mo-Fr  7:00-18:00
Sa 8:00-12:00/16:00-18:00
So 8:00-12:00

Blutabnahme
Mo-Fr 7:00-9:45

Radiologie
Mo-Do 8:00-17:00
Fr       8:00-15:00
Tel:    +39 0471 31 09 50

Kurze Einführung in den Teilbereich

Unser Anästhesie-Team betreut die Patientinnen und Patienten unserer Klinik bei allen operativen und auch bei diagnostischen Eingriffen. Wir bieten dafür das gesamte Leistungsspektrum der Anästhesie und Schmerztherapie an.

Unsere Operationssäle sind mit den modernsten Narkose- und Überwachungsgeräten ausgestattet, um den Patienten ein höchstmögliches Maß an Sicherheit zu garantieren. Wir legen sehr viel Wert auf eine persönliche Betreuung des Patienten vom Erstgespräch bis zu seiner Entlassung. Dabei werden dem Patienten in einem ausführlichen Vorgespräch alle wissens- und beachtenswerten Details mitgegeben. Nur so kann sichergestellt werden, dass für jeden Patienten unter Berücksichtigung seiner Begleiterkrankungen das jeweils sicherste und komfortabelste Narkose- und Schmerztherapie-Verfahren ausgewählt und angewandt wird.

Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten wir sehr eng mit weiteren Fachkollegen unserer Klinik zusammen und stimmen die Narkose und postoperative Therapie ganz individuell auf die persönliche Verfassung ab.

Nach der Operation kümmert sich ein kompetentes Pflege-Team zusammen mit Ihrem Anästhesisten im Aufwachraum weiter um Sie. Nach großen Operationen werden unsere Patienten im Aufwachraum auch über 24 Stunden hinaus eng überwacht und weiterhin anästhesiologisch betreut.

Behandlungsspektrum

  • Anästhesieambulanz/Anästhesievorbereitung (keine Voranmeldung notwendig)
  • Allgemeinanästhesie (inkl. Messung der Narkosetiefe mittels BIS®-Monitor)
  • Rückenmarksnahe Anästhesieverfahren (Spinal- und Periduralanästhesie)
  • Regionalanästhesie, periphere Nervenblockaden inklusive ultraschall-gezielter Techniken
  • Dämmerschlaf/Sedierung für diagnostische und therapeutische Zwecke
  • Moderne peri- und postoperative Schmerztherapie
  • Intensive postoperative Nachbetreuung
  • peri- und postoperatives Notfallmanagement
  • Zentrale Venenkatheter-Anlage

Technische Ausrüstung

Wir verfügen in unseren Operationsräumen über die modernsten technischen Geräte, die derzeit auf dem Markt sind. Darunter finden sich Beatmungs- und Überwachungsgeräte, Neuromonitoring, Ultraschall-Gerät, BIS®-Narkoseüberwachung, Atemwegsmanagement, Neurostimulatoren, Notfallausrüstung und weitere.

Erklärungen, Informationen und Ratschläge

Die Analgo-Sedierung:

Die Analgo-Sedierung schaltet Bewusstsein und Schmerzempfinden aus.

Der Patient befindet sich in einem schlafähnlichen Zustand. Das Beruhigungs-/Schmerzmittel wird dem Patienten über einen venösen Zugang verabreicht. Der Patient atmet während dieses Verfahrens selbstständig; evtl. werden seine Atemwege mit Hilfsmitteln (Güdeltubus, Wendeltubus) offen gehalten.

Die Narkose (Allgemeinanästhesie)

Der Patient befindet sich im Tiefschlaf ohne Schmerzempfinden.

Die Atmung wird dabei bewusst unterdrückt, sodass der Patient mittels Trachealtubus, Kehlkopfmaske oder Gesichtsmaske vom Narkosearzt kontrolliert beatmet werden muss.

Die Einleitung der Narkose erfolgt meist durch intravenöse Injektion. Die Aufrechterhaltung des Tiefschlafs kann durch mehrfaches Nachspritzen, durch Dauerinfusion der Narkosemedikamente oder durch ein Narkosegasgemisch erfolgen.

Die Regionalanästhesie (Teilnarkose):

Die Teilnarkose schaltet in bestimmten Körperabschnitten den Schmerz aus, nicht aber das Bewusstsein.

Unter Umständen kann dem Patienten zusätzlich noch ein Schlafmittel verabreicht werden (Dämmerschlaf).

Es gibt verschiedene Arten der Teilnarkose (Spinalanästhesie, Periduralanästhesie, Plexusanästhesie, Lokalanästhesie usw.), die in unterschiedlichen Situationen zur Anwendung kommen. Die Kombination einer Narkose mit einer Regionalanästhesie kann den Bedarf an Narkosemitteln verringern, die Aufwachphase verkürzen und eine weitgehend schmerzfreie Zeit nach der Operation gewährleisten.

Nach dem Eingriff:

Zur lückenlosen Überwachung und zu Ihrer Sicherheit kann nach der Operation die Aufnahme auf der Aufwachstation notwendig werden.

Zum Schutz vor Verletzungen kann eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit (z.B. durch Bettgitter) nach der Prämedikation bzw. nach dem Eingriff bis zum Abklingen der  Nachwirkungen der Anästhesie erforderlich sein.

Ambulante Eingriffe:

Sie müssen sich nach einem ambulanten Eingriff von einer erwachsenen Begleitperson abholen lassen und die häusliche Betreuung muss sichergestellt sein.

Bei ambulanten Eingriffen dürfen Patienten bis 24 Stunden nach der Narkose/Sedierung nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine laufenden Maschinen bedienen, keinen Alkohol trinken, keine Beruhigungsmedikamente einnehmen und keine wichtigen Entscheidungen treffen (Vertragsabschlüsse etc.).

Fragen Sie unbedingt den Anästhesisten, welche Ihrer Medikamente vor dem Eingriff eingenommen bzw. abgesetzt werden müssen.

Anästhesieambulanz/Anästhesievisite

Um Ihren Gesundheitsstatus kennenzulernen, Ihr persönliches Narkoserisiko richtig einzuschätzen und evtl. zu minimieren, laden wir Sie ein, einige Tage vor Ihrer Operation zu uns in die Anästhesie-Ambulanz zu kommen.

Diese ist täglich von MO bis FR ohne Voranmeldung von 11.00 bis 12.00 Uhr für Sie geöffnet.

Bei dieser Gelegenheit haben Sie auch die Möglichkeit, alle Fragen direkt mit Ihrem Anästhesisten zu besprechen. Außerdem kann Ihre medikamentöse Therapie dabei evtl. optimiert und richtig angepasst werden.

Wir bitten Sie, vor dem Gespräch den dort aufliegenden Fragebogen sorgfältig auszufüllen. Bitte bringen Sie auch alle aktuellen Befunde sowie gegebenenfalls bestehende Arztbriefe mit in die Ambulanz.

Bei allen Patienten über 40 Jahren wird in unserer Ambulanz ein EKG (Elektrokardiogramm) durchgeführt. Sollten Sie innerhalb der letzen 6 Monate bereits ein EKG gemacht haben, bitten wir Sie, dieses zur Visite mitzubringen.

Verhaltensregeln/Nüchternheit vor der Operation:

Es wird dringend empfohlen, spätestens 24 Stunden vor jeder Narkose das Rauchen einzustellen.

Ringe, Piercing, Schmuck jeder Art und Kontaktlinsen sind abzulegen und sicher aufzubewahren. Verwenden Sie keine Gesichtscreme, kein Make-up und auch keinen Nagellack.

Oft wird am Vorabend und/oder kurz vor der Operation vom Anästhesisten ein Beruhigungsmittel (Prämedikation) verordnet. Kinder bekommen eine Stunde vor Operationsbeginn eine lokal-betäubende Creme auf die Venen-Punktionsstelle verabreicht, um den Injektionsschmerz bei Anlage der Venenkanüle zu minimieren.

Wir bitten Sie aus Sicherheitsgründen, 6 Stunden vor der Operation nichts zu essen. Kinder und Erwachsene können bis zu 2 Stunden vor der Operation klare Flüssigkeiten (Wasser, Tee) in geringen Mengen trinken.

Ablauf im OP:

Sie werden kurz vor Operationsbeginn vom Krankenträger mit Ihrem Bett in den Vorraum des Operationssaals gebracht.

Dort erwartet Sie Ihr Anästhesist, wobei wir allerdings nicht dafür garantieren können, dass Sie während der Operation von demselben Narkosearzt betreut werden, den Sie bei der vor-operativen Visite kennengelernt haben.

Im OP werden dann alle Überwachungsgeräte (EKG, Blutdruck, Atmung bzw. bei Vollnarkosen zur Überwachung der Narkosetiefe) angeschlossen, welche regelmäßig Ihre Parameter messen.

Nach der Operation werden Sie bereits im Operationssaal wieder erwachen. Bei gutem Allgemeinzustand können Sie rasch auf Ihr Zimmer gebracht werden, nach  größeren Operationen bleiben Sie noch einige Zeit zur Überwachung im Aufwachraum.

Überwachung, Patientensicherheit:

Zur Verfügung stehen die heute üblichen Verfahren der Allgemeinanästhesie (Analgo-Sedierung, balancierte Anästhesien, intravenöse Anästhesietechniken wie TIVA), der rückenmarksnahen Regionalanästhesien (Spinal- und Periduralanästhesie), peripheren Nervenblockaden und Plexusanästhesien sowie die Kombination aus Allgemein- und Regionalanästhesie.

Unsere Klinik verfügt über modernste Narkosegeräte mit umfangreichen Überwachungsgeräten zur Durchführung und Steuerung der Anästhesie. Die Narkosetiefe bei TIVA wird durch Neuromonitoring (BIS®-Monitor) überwacht. Dabei werden die Hirnfunktionen des Patienten während der OP kontinuierlich über Klebeelektroden an der Stirn gemessen, angezeigt und vom Anästhesisten zur Anpassung der Narkosetiefe eingesetzt.

Postoperative Übelkeit und Erbrechen:

Postoperative Übelkeit ist leider auch heute noch eine relativ häufige Nebenerscheinung nach Narkosen.

Im Rahmen des Anästhesie-Vorgesprächs wird Ihr persönliches Risiko für diese Nebenwirkung ermittelt. Bei Bedarf werden entsprechende Medikamente gegen Übelkeit bereits während des Eingriffs eingesetzt.

Schmerztherapie:

Schon während der Operation verabreichen wir Ihnen Schmerzmedikamente, sodass Sie, wenn möglich, keine Schmerzen erleiden müssen.

Sollten Sie nach der Operation dennoch Schmerzen haben, bitten wir Sie, sich rechtzeitig beim Pflegepersonal zu melden, damit Sie nötigenfalls zusätzliche Schmerzmittel erhalten. Je nach Operation wenden wir alle Techniken der modernen Schmerztherapie inklusive Nervenblockaden oder patientengesteuerte Schmerzpumpen an.

Ärzte


Dr. Giorgio Barzoi

Facharzt für Anästhesie

mehr


© 2011 Marienklinik MwSt. Nr. 81001130210