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Casa di Cura S. Maria
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Dott. med. Sven Neynaber, Specialista in dermatologia, venereologia e dermatochirurgia

Die Sonne und ihre Schattenseiten -

unsere Haut vergisst nicht!

Sonnenstrahlung hat einen positiven Einfluss auf unser subjektives Wohlbefinden, sie ist verantwortlich für die Bildung von Vitamin D und kann zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt werden - in richtige Dosierung.

Die Bräunung der Haut nach Sonnenbestrahlung ist dabei ein natürlicher Schutzmechanismus gegen UV-Strahlung und wird in der westlichen Kultur als Schönheitsideal und als Zeichen des Wohlbefindens angesehen.

Die UV-Strahlung der Sonne stellt aber auch ein großes Gefährdungspotential dar. Übermäßige Sonnenbestrahlung kann zur Entstehung von Sonnenbränden führen, die Alterung der Haut beschleunigen und das Immunsystem akut schwächen (Lippenherpes). „Durch eine übermäßige Sonnenbestrahlung über Jahre können erste Hautschäden auftreten, da die Haut die Menge der in der Vergangenheit einwirkenden UV-Strahlung nicht vergisst. Es entstehen erste Krebsvorstufen, die sogenannten "aktinischen Keratosen", aus denen sich der weiße Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom) entwickeln kann“, berichtet Dr. med. Sven Neynaber, Dermatologe an der Marienklinik. Weitere durch UV-Strahlung provozierte Tumore sind Basalzellkarzinome oder der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom. In Mitteleuropa nimmt Hautkrebs stetig zu und ist mittlerweile die häufigste Krebserkrankung.

Sonnenschutz und Prävention von Hautkrebs fängt bei den Kleinsten an

Besonders Kinderhaut ist sehr empfindlich. Alle in der Kindheit und Jugend erworbenen UV-Schäden der Haut sind maßgeblich für das spätere Entstehen von Hautkrebs verantwortlich. Die UV-empfindlichen Stammzellen liegen bei Kindern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen und sind somit UV-Strahlen stärker ausgesetzt. Auch das „Alarmsignal“ Sonnenbrand tritt bei Kindern sehr viel später auf als bei Erwachsenen. Die Haut ist dann bereits geschädigt. Kann das körpereigene Reparatursystem dies nicht selbst beheben, entsteht Jahre später Hautkrebs.

Das Wissen über einige praktische Sonnenschutzmaßnahmen kann zu einem bewussteren und vorsichtigeren Umgang mit der Sonne führen und somit Sonnenschäden vorbeugen.

Die wichtigsten Sonnenschutzmaßnahmen

  • Meiden der Sonne insbesondere zwischen 11 und 15 Uhr.
  • Wasserfeste Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) von 30 oder 50+ verwenden, möglichst ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
  • Auftragen der Sonnenschutzcreme 30 min vor Sonnenexposition und nach Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abrieb durch ein Handtuch; erneutes Auftragen kann den Lichtschutzfaktor jedoch nicht verlängern.
  • Eine ausreichend große Menge an Sonnenschutzcreme auftragen. Empfohlen werden 2 mg/cm, das sind ca. 30g bei einem Erwachsenen und entspricht etwa 3 Esslöffeln.
  • Säuglinge nicht dem direkten Sonnenlicht aussetzen und auf besonderen Schutz der Kleinkinder achten.
  • Besonders gefährdet sind Personen mit heller Hautfarbe, immungeschwächte Personen, Menschen mit Hautkrebs in der Vorgeschichte und im Freien tätige Menschen.
  • Freiluft-Sportler sollten auf einen besonderen Sonnenschutz achten, insbesondere Wasser- und Bergsportler, da sich diese Personengruppen häufig und über lange Zeit hohen UV-Dosen aussetzen, und ein erhöhter Abrieb des Sonnenschutzes erfolgen kann.

Hautärztliche Kontrollen

Ein großes Problem besteht im mangelnden Bewusstsein über die Notwendigkeit der Hautkrebsvorsorgeuntersuchung beim Dermatologen, da ein Arzt oft nur bei akuten Beschwerden in Anspruch genommen wird. Dabei hat die Vorsorge einen ganz wichtigen Stellenwert: „Insbesondere Personen mit vielen Sonnenbränden in der Kindheit und Jugend, mit hellem Hauttyp, mit mehr als 40 Pigmentmalen, mit großen oder atypischen Pigmentmalen und Hautkrebs in der eigenen Krankengeschichte oder bei Verwandten ersten Grades sollten sich regelmäßig bei einem Hautarzt vorstellen“, so Dr. Neynaber. Auch eine Selbstkontrolle der Haut von Kopf bis Fuß, vorne und hinten, ist sinnvoll, und jeder verdächtige Herd sollte einem Hautarzt vorgestellt werden. Viele Hauttumoren lassen sich vollständig heilen, wenn sie rechtzeitig erkannt werden und eine prompte Therapie eingeleitet werden kann.

Für weitere Informationen und zur Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Marienklinik: t. 0471 31 06 00




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